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20. Dezember 2018

Wild-romantischer Bauerngarten wie zu Grossmutters Zeit

Bauerngarten

Aufgehende Blüten im Frühjahr, Kräuterduft im Spätsommer, deftiger Gemüseeintopf im Herbst – ein Bauerngarten steht für Vielfalt im heimischen Garten und betört all Ihre Sinne. Wir machen es uns unter einem Rosenbogen mit einer Tasse selbst angebautem Tee gemütlich. Geniessen den überwältigenden Anblick im Garten-Stil der Bauernhäuser aus der „guten alten Zeit“. Das müssen Hobbygärtner für das Anlegen eines Bauerngartens wissen.

Woher kommt der Begriff „Bauerngarten“?

Es war einmal… ein Bauerngarten

Am Anfang des 20. Jahrhunderts haben Landwirte den Bauerngarten angelegt und fleissig bewirtschaftet. Schliesslich war er für die Familie ursprünglich Nahrungskammer und Hausapotheke in Einem und daher eher Ackerfläche als Garten.

Bauerngarten heute

Als typische Elemente in den Bauerngarten heutzutage gelten die geometrische Einteilung der Beete und Wege, eine Einfriedung um den Garten sowie ein bunter Mix aus Nutzpflanzen und Zierpflanzen. Wie sein Vorgänger bietet der „moderne“ Bauergarten ein reichhaltiges Buffet für die Küche.

Mit der Entscheidung für einen Bauerngarten liegen Sie richtig, wenn Sie:

  • auf Erholung im natürlichen Garten Wert legen
  • gerne selbst Obst und Gemüse pflanzen – die Ernte inklusive
  • durch eigenen Anbau auf Pestizide verzichten möchten
  • ein Pflanzen-Paradies für Bienen, Schmetterlinge und Vögel anlegen wollen

Standort für den Bauerngarten

Ein Bauerngarten benötigt einen sonnigen Standort, da viele Pflanzen wie z.B. Tomaten aus südlichen Ländern kommen. Auch die meisten Sommerblumen sind sehr lichthungrig. Falls sich im Garten Bäume mit grossem Schattenwurf befinden, sollten Sie diese bei Bedarf fällen. Andererseits können Bäume auch als Schattenspender fungieren.

So ist der Bauerngarten aufgebaut

Üpprige Pflanzen im Bauerngarten

Eine üppig wuchernde Staude, Margeriten, Ringelblumen, Gemüse in Hülle und Fülle. Auf den ersten Blick wirken die Pflanzen im Bauerngarten wild und chaotisch. Doch: Der Bauerngarten folgt einer klaren, geometrischen Grundordnung!

1. Einfriedung um den Bauergarten planen

Als Einfriedung verwendet man für einen Bauerngarten klassischerweise Naturmaterialien wie Holz oder Stein. Einen einfachen Holzzaun nutzen Kletterpflanzen als elegante Rankhilfe. Ein Flechtzaun aus Holzpfosten, um die Weidenruten geflochten werden, wertet den Bauerngarten ästhetisch auf. Eine Trockenmauer aus Natursteinen bringt die natürlichste Optik mit sich. Stauden, Obstgehölze oder Beerensträucher dienen im Randbereich als Wind- und Sichtschutz.

2. Wege im Garten anlegen

Ein Kreuzweg teilt den rechteckigen oder quadratischen Garten in mindestens vier Pflanzen-Beete. So erreicht man eine symmetrische Komposition, welche das scheinbare Chaos im Zaum hält. Die Wege sind im Bauerngarten nicht versiegelt, sodass als Belag natürliche, weiche Materialien in Frage kommen. Sie haben die Wahl zwischen offenem Boden, einem Rasenpfad oder feinem Kies.

Unser Tipp: Mit Rindenmulch als Belag können Sie einen trittfesten Pfad im Garten anlegen, der das Unkrautwachstum reduziert.

3. Beeteinfassung wählen

Beliebt ist die Einfassung des Gartens mit Buchsbaumhecken. Allerdings sind diese sehr anfällig für Krankheiten und Schädlinge. Alternativ verwenden Sie die immergrüne Heckenkirsche, Polsterpflanzen wie Teppichphlox oder Steinkraut oder auch Holz (z.B. Balken, Rundhölzer).

4. Beete im Bauerngarten bepflanzen

Eine gesunde Mischkultur aus verschiedenen Pflanzen beugt Schädlingen vor. Wichtig ist bei den Nutzpflanzen, die Fruchtfolge zu beachten. Mögliche Pflanzen sind Obstbäume, Beerensträucher, Gemüsesorten und Kräuterpflanzen.

Unser Tipp: Wenn Sie im Bauerngarten eher entspannen als Pflanzen anbauen, ernten und verarbeiten möchten, planen Sie mehr Zierpflanzen wie Lupine, Margerite, Kugeldistel oder Hortensien ein.

Dekoelemente in Ihrem Bauerngarten

Zum Schluss geben wir Ihnen noch einige Deko-Ideen für den Bauerngarten mit auf den Weg:

  • Rosenbogen für Kletterrosen am Garten-Eingang
  • Kräuterspirale aus Naturstein
  • Brunnen im Zentrum
  • Bänke und Stühle aus Holz

Die komplette Neuanlage eines Bauerngartens ist ein komplexes Projekt. Dazu sollten Sie genügend Zeit einkalkulieren und bereits im Herbst oder Winter beginnen. Lassen Sie sich bei der Planung von den Oesch-Gartenexperten professionell beraten!