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19. Juni 2017

Schnecken im Garten: Fluch oder Segen

schnecke bb1

Das Thema Schnecken beschäftigt viele Gartenbesitzer, weil Schnecke nicht gleich Schnecke bedeutet. Die meisten Schäden richten vor allem Nacktschecken sowie Spanische Wegschnecke an. Es gibt auch Schnecken, wie Weinbergschnecken, die dem Garten nützen, bei der Humusbildung helfen und organische Abfälle fressen. Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie mit Schnecken umgehen sollten.

Schnecken und ihre Merkmale

Schnecken sind Weichtiere (Mollusca), die an ihrer Unterseite über Schleimdrüsen verfügen. Man unterscheidet zwischen Nackt- und Gehäuseschnecken. Weltweit gibt es ca. 100.000 Schneckenarten. Sie gehören zu den unbeliebtesten Tieren in unseren Gärten, obwohl sie auch nützliche Eigenschaften haben. Schnecken leben grundsätzlich im Meer, im Süsswasser und auf dem Lande. Charakteristisch für diese Lebewesen ist ein gewundenes Gehäuse, welches den ganzen Weichkörper aufnehmen kann. Bei Nacktschnecken, hingegen, fehlt dieses ganz.

Schädliche Schneckenarten

Im Garten leben nur ein paar gefährliche Schneckenarten, zu ihnen zählen die Nacktschnecken. Folgende Schadschnecken können zur richtigen Plage werden:

Spanische Wegschnecke

Spanische Schnecken sind ein Alptraum für jeden Gärtner. Junge Tiere besitzen auf dem Rücken orange-gelbliche Streifen, die sie aber als erwachsende Schnecken verlieren. Spanische Wegschnecken sind ca. 8-10 cm lang und verdrängen hiesige Schneckenarten. Das verdanken sie dem bitteren Schleim, welchen sie absondern. Spanische Wegschnecken ernähren sich in erster Linie von duftenden oder hartlaubigen Pflanzen, was das natürliche Gleichgewicht im Garten massiv stört.

Wegschnecke

Wegschnecken kommen in Gärten und Gewächshäusern in ganz Europa vor. Sie leben unterirdisch und fressen Wurzeln und Samen. Wegschnecken werden bis zu 4 cm lang und hinterlassen gelbliche Schleimspuren. Innerhalb von 24 Stunden sind sie imstande, ca. 40 % ihres Körpergewichts zu verzehren. Gemüse wie Salat, Möhren, Kartoffeln, Bohnen und Kohlrabi zählen zu den Leibspeisen der Wegschnecken.

Ackernetzschnecke

Ackernetzschnecken sind bräunlich oder gelblich weiss und erreichen eine Gesamtlänge von 5 cm. Sie leben unterirdisch und kriechen bei Regen an den Pflanzen nach oben. Die Ackernetzschnecke bevorzugt grüne Pflanzenteile als Nahrungsquelle und verursacht grosse Schäden – wie der Name schon sagt – im Ackerbau.

Gehäuseschnecken sind ungefährlich

Zu den harmlosen Gehäuseschnecken gehören:

  • Weinbergschnecke
  • Hain-Bänderschnecke
  • Grosse-Glanzschnecke

Sie fressen nur wenige Pflanzen an und treten nicht in solch grosser Zahl wie Nacktschnecken auf. Die Weinbergschnecke steht, beispielsweise in Deutschland,  als einzige Schneckenart unter Artenschutz.

Hausmittel gegen Schnecken

schnecke frisst salatblatt

Wenn Schnecken zur Plage werden, ist es an der Zeit sie zu bekämpfen bzw. zu vertreiben. Nicht jeder Gärtner möchte gleich zum Schneckenkorn greifen und deshalb lassen sich die lästigen Tierchen mit natürlichen Mitteln verjagen:

Schnecken absammeln

Das Absammeln von Schnecken ist eine sehr wirksame Bekämpfungsmethode. Sobald es dunkler wird, nehmen Sie Taschenlampe, Eimer und Handschuhe und begeben sich auf die Jagd. Die kleinen Schädlinge sind in der Nacht richtig aktiv. Die beliebtesten Unterschlüpfe der Schnecken sind:

  • Beete
  • Blumen-Töpfe
  • Sträucher
  • Steine
  • und andere Schlupflöcher

Schnecken in der Bierfalle töten

Bierfallen sind ein probates Mittel im Kampf gegen Schnecken. Dazu nehmen Sie ein Gefäss und vergraben es so tief im Boden, dass die Öffnung sichtbar bleibt. Anschliessend geben Sie Bier ins Gefäss und warten ab. Durch die starke Anlock-Wirkung von Bier finden die Tierchen die Bierfalle und ertrinken darin.

Schnecken durch Schneckenzäune abhalten

Ein Schneckenzaun stellt einen sehr wirksamen Schutz gegen Schnecken dar. Schneckenzäune bestehen in der Regel aus Metall, dessen abgewinkeltes Profil, Schnecken abhält. Wichtig ist dabei, die Zäune so zu verankern, dass sie ca. 10 Zentimeter tief im Boden stecken und gleichzeitig 10 cm über den Boden hinausragen.

Natürliche Fressfeinde von Schnecken fördern

In einem naturnahen Garten finden viele Nützlinge ihr Zuhause. Diese Tiere verhindern den Schneckenbefall in Ihrer Garten-Oase. Zu ihnen zählen:

  • Igel
  • Spitzmäuse
  • Amseln
  • Kröten
  • Laufkäfer

Sollten Sie immer noch Probleme mit einer Schnecken-Plage in Ihrem Garten haben, fragen Sie unsere Spezialisten in der Gartenpflege-Abteilung! Lassen Sie sich gleich beraten und machen einen Termin vor Ort aus!

Bild 2: © Fotolia.com, tinadefortunata, Nr. 42823950