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20. Dezember 2018

Natursteinmauer: Auf diese Steine können Sie bauen

Natursteinmauer im Garten

Die Optik einer Mauer steht und fällt mit der Wahl des Steinmaterials. Dieses bringt verschiedene Eigenschaften mit, welche Mauerbau, spätere Pflege und Haltbarkeit stark beeinflussen. Auch je nach Mauerart müssen andere Voraussetzungen gewährleistet sein: Zum Beispiel bei einer Stützmauer im Hanggarten oder der Einfassung für ein kleines, dekoratives Blumenbeet. Wir wollen Ihnen die Entscheidung für die eine oder andere Steinart erleichtern – lesen Sie dazu unsere Tipps.

Zuerst steht die Frage: Als Trockenmauer oder mit Mörtel?

Für die Gartenmauer aus Natursteinen spricht ihr natürliches Erscheinungsbild, sie fügt sich sehr harmonisch in die vorhandene Umgebung ein. Das Grundstück abgrenzen, Höhenunterschiede ausgleichen, Plateaus schaffen oder als Sitzmauer – Natursteinmauern haben ganz vielfältige Einsatzgebiete.

Sie können zwischen zwei Bauarten auswählen:

  1. Eine Trockenmauer stabilisiert sich durch die lose aufeinander gesetzten Steine und eine spezielle Bauweise von selbst. In ihren Zwischenräumen finden neben Pflanzen auch Insekten und Eidechsen einen Unterschlupf. Als Fundament reicht ein Schotterbett von 30 Zentimetern aus.
  2. Eine gemörtelte Natursteinmauer besitzt eine grössere Stabilität und kann höher gebaut werden. Sie benötigt allerdings ein Betonfundament, für das man einen 80 Zentimeter tiefen Graben aushebt. Achtung: Je nach gewähltem Naturstein muss ein anderer Mörtel verwendet werden.

Naturbelassene, gebrochene oder geschnittene Natursteine sind Geschmackssache!

Je nachdem, welche Optik einem mehr zusagt, fällt für eine urige Mauerwand die Wahl auf unregelmässiges, unbehauenes Material. Ebenmässigere Steine oder stark formatierte Blöcke wirken hingegen klarer und bringen einen modernen Touch mit sich. Man unterscheidet folgende Natursteinarten:

  • Bruchsteine kommen – wie schon der Name sagt – als gebrochene, weitgehend unbearbeitete Steine direkt aus dem Steinbruch.
  • Mauersteine wurden gespalten und im Anschluss weiter bearbeitet. Ihre Seiten sind gerade, die Oberflächenstruktur aber noch relativ ungleichmässig.
  • Systemsteine wurden am stärksten von Hand oder Maschine verändert, häufig gesägt. Sie sind im Vergleich am teuersten und werden vor allem bei gemörtelten Mauern verbaut.

Passende Mauersteine – darauf kommt es an

Natursteinmauer und Wasser

Da Gartenmauern im Aussenbereich Wind und Wetter ausgesetzt sind, ist eines klar: Das Gesteinsmaterial muss besonders witterungsbeständig und frostsicher sein. Ein Trend sind immer wieder Naturstein-Nachbildungen aus Zement und Beton. Beim Preis schlägt sich hier aber kaum ein Unterschied nieder. Unser Fazit: Die künstlichen „Natursteine“ sind nicht zu empfehlen, da sie frost- und witterungsempfindlicher als die Originale sind.

Natursteine werden in drei Arten eingeteilt, welche aus den Entstehungsformen über die Jahrmillionen abgeleitet sind. So unterscheidet man zwischen Tiefengesteinen (Granit), Ergussgesteinen (Basalt, Porphyr) und Sedimentgesteinen (Sandstein, Kalkstein, Quarzit). Besonders letztere eignen sich für den Bau von Natursteinmauern. In der Anschaffung sind sie preiswert und lassen sich einfach verarbeiten.

Sandstein

Dieser klassische Baustoff ist durch Zementation von Ablagerungen entstanden. Je nach Quarzsand-Anteil unterteil man in Quarzsandstein (>90%), Grauwacke (<75%) und weitere. Speziell die Grauwacke ist im Gegensatz zu vielen anderen Sandsteinen recht hart und widerstandsfähig. Es gibt sie in verschiedenen Grautönen mit Blau-, Grün oder Braun-Einschlag. Diese Gesteinsart ist durch ihre Porösität zwar frostsicher, aber weniger vor Verunreinigungen geschützt und bedarf daher regelmässiger Pflege.

Kalkstein

Kalksteine bildeten sich aus abgelagerten, kalkhaltigen Hüllen von Schalentieren aus den Urmeeren.

  • Travertin entsteht an heissen, kalkreichen Süsswasserquellen.
  • Muschelkalk und Jurakalk stammen aus Salzwassermeeren.

Die in ihm enthaltenen länglichen Poren sind zersetzte, bei der Entstehung eingeschlossene Unterwasserpflanzen oder Bakterien. Genau durch diese Hohlräume ist das Gestein sehr frostsicher. Seine Oberflächen zeichnen sich durch ruhige Maserungen und Texturen aus – wegen der Weichheit kann ein zusätzlicher Oberflächenschutz erforderlich sein. Das Farbspektrum umfasst Weiss, Grau, Schwarz, Rot, Braun und Gelb.

Quarzit

Dieses alte Sedimentgestein ist meist aus Sandstein entstanden. Durch den hohen Quarzanteil ist es widerstandsfähig. Ein einmalig zart gefärbter Quarzit stammt aus dem Grenzbereich Italien-Schweiz. Das hellgraue Gestein mit grünen oder roten Farbnuancen ist im Gegensatz zum Sandstein oft auch spaltbar, seine raue Oberfläche ähnelt dem Schiefer.

Unser Gestaltungstipp für Ihre Natursteinmauer

Heller Travertin oder warmer Sandstein schaffen ein mediterranes Flair in Ihrem Garten und erinnern an antike Bauten in Italien. Natürlichkeit erzeugen Sie mit grauem, edlen Muschelkalk oder Dolomit. Wofür Sie sich auch entscheiden: Mit unseren empfohlenen Natursteinen nutzen Sie in jedem Fall deren  Frostbeständigkeit und Robustheit aus. Die Mauer dankt es Ihnen mit einer langen Haltbarkeit!

Vor lauter Geröll und Gestein haben Sie den Überblick verloren oder sind sich unsicher, welches Steinmaterial am besten in Ihren Garten passt? Das Oesch-Team berät sie gerne bei Ihrem Bauvorhaben in Zürich und Umgebung!