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10. Juni 2016

Gartenwege gestalten: Form und Funktion vereint

Gartenwege

Gartenwege sind die Adern Ihres Gartens. Sie prägen das Gesamtbild ebenso wie Pflanzen, Beete und Wasseranlagen. Sie garantieren, dass Sie sicher an Ihr Ziel kommen und zentrale Punkte, wie Wohnhaus, Terrasse, Gartenhaus und Garage gut miteinander vernetzt werden. Neben der Funktion sind Wege aber auch gestalterische Elemente – sie bringen Struktur in den Garten und werten ihn optisch auf. Trotzdem behandeln Gartenplaner sie oft stiefmütterlich. Ein Fehler! Bei der Oesch & Co AG legen wir bei der Gartenplanung viel Wert auf ein stimmiges Gartenweg-Konzept.

Den Verlauf der Gartenwege planen

Die Erschliessung aller Gartenbereiche ist bei der Planung der Wegführung enorm wichtig. Wieso sollte zwar ein Pfad von Ihrem Carport zur Eingangstür gehen aber keiner zu Ihren überdachten Mülltonnen? Machen Sie sich Gedanken, welche Linienführung für die Verbindungen ideal ist. Das ist immer abhängig von der gesamten Gartengestaltung: In formalen, streng strukturierten Gärten macht sich ein gerader Gartenweg in Verbindung mit strengen Hecken und Mauern sehr gut. Auch in reinen Nutzgärten sind die Wege aufgrund der quadratischen und rechteckigen Gartenbeete in der Regel geradlinig.

Romantischen Gartenarten wie Cottage Garden und Co steht eine geschwungene Wegeführung gut – dafür muss aber auch genug Platz vorhanden sein! Grosse Biegungen sehen dabei immer schöner aus als enge Kurven. Gerade bei stärkeren Abweichungen von der Geraden sollte immer ein pflanzliches oder bauliches Objekt eingeplant werden. Bei einem Grundstück mit Hanglage kommen Sie ohne Treppen nicht aus. Aber auch ein ebenes Grundstück profitiert mitunter vom gestalterischen Kniff künstlicher Niveauunterschiede und Stufen. Wenn Sie Ihren Garten komplett neu anlegen, können Sie beispielsweise den Aushub für den Terrassenunterbau oder den Erdaushub eines Wasserbeckens zur Gestaltung des Geländes nutzen.

Wahl der Belagsmaterialien

Wegebelag sollte sich immer harmonisch in das Gesamtbild von Haus und Aussenanlage fügen. Er muss aber auch verschiedenen funktionalen Anforderungen gerecht werden: Die Materialien sollten frostbeständig und rutschfest sein, was die Auswahl schon einmal reduziert. Vermeiden Sie eine allzu umfassende Versiegelung von Flächen im Garten – und wählen Sie deshalb wenn möglich versickerungsaktive Materialien für die Weggestaltung. So sorgen Sie für gute Entwässerung und Sie beugen einer Vereisung Ihres Gartenwegs vor. Bei Belagsarten mit etwa 1 cm breiten Fugen können bereits über 50 % des Niederschlagswassers zwischen den Steinen an Ort und Stelle versickern.

Lose Beläge

Gut eignen sich für nicht so häufig benutzte Nebenwege Rindenmulch, Kies, Schotter, Splitt oder Sand. Nachteilig an diesen natürlichen Materialien ist, dass die Tragschicht bei heftigem Regen oft aufweicht oder weggewaschen wird. Mit stabilen Wegeinfassungen wie zum Beispiel Rundpalisaden, Tiergartenband oder einer Randeinfassung aus Weide stellen Sie sicher, dass das Material an Ort und Stelle bleibt.

Trittsteine

Einzeln verlegte Trittplatten sind bei der Gartenweg-Gestaltung eine gute Alternative. Anders als bei Pflastersteinen, Kies oder Mulch müssen Sie sich hier um Unkraut nicht sorgen. Trittsteinplatten fügen sich in jede Umgebung harmonisch ein und sind – verlegt auf einem Splittbett – recht langlebig. Am schönsten sehen sie aus Granit, Sandstein oder anderen Natursteinen aus.

Natursteinwege

Naturstein ist generell eine gute Idee für die Weggestaltung in Ihrem Garten: Der Stein ist hart und widerstandsfähig und sieht sehr hochwertig aus. Natürlich geformte Natursteinplatten – zum Beispiel auf einem Mulchbett – ergeben nebeneinander angeordnet ein sehr schönes und harmonisches Bild.

Betonpflaster

Gartenwege

Pflastersteine aus Beton

  •  sind billiger
  •  haben beste Gartenweg-Eigenschaften
  •  erhalten Sie in vielen verschiedenen Ausführungen, Formen und Farben.

Sogar das gute alte Kopfsteinpflaster kann nach wie vor schick aussehen! Verlegen Sie Pflasterflächen immer auf einem soliden Unterbau.

Klinkerpflaster

Sie können Ihre Gartenwege auch mit Klinker pflastern. Dieser ist natürlich teurer als Beton – aber auch langlebiger und die Farbgebung verblasst nicht so schnell. Wie mit allen Pflastersteinen gestalten Sie auch mit Klinkersteinen kreative Muster.

Holzwege

Holz als Gartenweg-Material ist eher problematisch. Moderne Gestaltungselemente wie Holzstege oder Baumscheiben sehen zwar super aus. Doch wenn sie einmal feucht werden – und das passiert im Garten eher früher als später – werden sie auch gefährlich rutschig. Achtung, Verletzungsgefahr!

Weitere Tipps für das Anlegen Ihrer Gartenwege

Für die Gehweg-Breite gilt die Faustregel, dass sie zwei Personen nebeneinander Platz bieten sollte – zumindest was die Hauptwege angeht. 60 cm pro Person sind ein guter Richtwert. Wichtig ist aber auch hier, bei der Planung alle Eventualitäten zu berücksichtigen. Benutzen Sie oft eine Schubkarre oder andere Geräte? Dann sollten Sie evtl. mehr Platz einplanen und die Wege zudem gut befestigen.

Je breiter und geradliniger ein Weg ist, desto grösser darf auch das Format der Einzelsteine sein. Insbesondere bei Hauptwegen mit einer Mindestbreite von 120 cm ist die Verwendung von grossformatigen Plattenbelägen sinnvoll. Bei Abstellplätzen oder wenig genutzten Fahrwegen reicht es vollkommen aus, nur die Fahrspuren zu befestigen – zum Beispiel mit Betongittersteinen mit einem speziellen Schotterrasen.

Foto 1: © emer – Fotolia.com
Foto 2: © bercikns – Fotolia.com