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4. Oktober 2016

Gartenarbeiten im Herbst – das ist jetzt noch zu tun

Herbst

Sobald sich die kalte Jahreszeit nähert, beginnt für die Gartenbesitzer der arbeitsintensive Endspurt: Jetzt heißt es Beete, Rasen, Gehölze und Co. auf den Winter vorzubereiten. Viele Pflegearbeiten in dieser Zeit sind von der Temperatur abhängig und Sie können diese bei milden Temperaturen bis in den Winter hinein erledigen. Mit unseren Tipps haben Sie die herbstlichen To-dos im Blick.

Ernte beenden und Beete abräumen

Ganz gleich, ob Tomaten, Rucola oder Spinat – ernten Sie jegliches Obst und Gemüse, bevor die ersten Bodenfröste kommen. Im Herbst sollten Sie ebenso:

  •  Beete abräumen und mulchen,
  •  Unkraut jäten
  •  Laubreste entfernen.

Das ist besonders wichtig im Falle von Tomatenbeeten, weil Sie durch diese Maßnahmen spätere Braunfäule vermeiden.

Rasen pflegen

Zunächst entfernen Sie vertrocknete Grashalme und den Rasenfilz und säen Sie alle leeren Stellen wieder nach. Wenn die Rasenfläche in der Sommersaison stark strapaziert wurde, lohnt es sich, einen kaliumbetonten Herbst-Dünger zu verabreichen. Er gibt den Wurzeln mehr Kraft und hilft den Gräsern, den Winter problemlos zu überleben.

Mähen Sie den Rasen zum letzten Mal, allerdings nicht zu kurz – das begünstigt nämlich die Schimmelbildung. Last but not least harken Sie regelmäßig das Laub zusammen und beseitigen es regelmäßig, weil es sonst zu verschiedenen Pilzerkrankungen der Rasenfläche führt.

Bäume pflanzen und schneiden

Der Oktober ist die optimale Pflanzzeit für wurzelnackte Gehölze. Sie schaffen es bis zum Frühjahr, ordentliches Wurzelwerk auszubilden und treiben dann im Frühjahr aus. Auch empfiehlt es sich, im Oktober Obstgehölze zu schneiden: Sie werden auf diese Weise zum Wachstum angeregt und bringen dadurch einen besseren Ertrag im nächsten Gartenjahr.

Der Herbst-Schnitt von Sträuchern und Bäumen macht sie weniger krankheitsanfällig. Weitere Schnittarbeiten können Sie – je nach Baumart – im Januar durchführen.

Rosen zurückschneiden

Die wichtigste Pflegemaßnahme im Herbst ist tatsächlich der Rosenschnitt. Ein guter Vor-Winterschnitt kräftigt Rosen, so dass sie gegen Schädlingsbefall robuster werden. Entfernen Sie dabei

  •  verblühtes, krankes Geäst
  •  Knospen
  •  blühende Zweige.

Angegriffene Pflanzenteile beginnen im Winter zu faulen, daher sollten Sie sie unbedingt vor dem Frost abschneiden.

Blumenzwiebeln in die Erde setzen

Herbst

Denken Sie bereits im Herbst an die Frühlingsblüher. Das Klima im Herbst bietet den Zwiebeln die nötige Feuchte für den optimalen Wurzelaustrieb. Pflanzen Sie die Zwiebelblumen immer mit der Spitze nach oben ein und graben das Pflanzloch doppelt so tief aus, wie die Zwiebel selbst groß ist.

Unser Tipp: Bei der Auswahl der Blumenzwiebeln setzen Sie z.B. auf Tulpen, Narzissen und Lilien, weil sie sich in der Winterzeit besonders gut entwickeln.

Herbstarbeiten am Teich

Lassen Sie vor den ersten Frösten alle wasserführenden Schläuche und Wasserhähne Ihrer Wasseranlage leer laufen und stellen Sie sie ab. Reinigen Sie die Teichtechnik wie Pumpe und Filter. Wir empfehlen Ihnen, ein Laubschutznetzt einzuspannen, um sich das lästige Laubabfischen zu sparen. Das ist auch deshalb wichtig, weil faules Laub das Teichwasser mit unerwünschten Stoffen anreichert. Wenn die Wassertemperatur unter 15 Grad sinkt, nehmen Sie empfindliche, nicht winterharte Pflanzen aus dem Teich heraus und räumen Sie diese in ein frostfreies Winterquartier ein.

Tipp: Haben Sie einen Teich, der tiefer als ein Meter ist, dann können Fische drin gut überwintern.

Pflanzen überwintern

Nicht alle Pflanzen können den Winter draußen verbringen. Sommerblüher wie Geranien, Petunien oder Begonien müssen Sie ins Haus holen. Das gilt in gleichem Maße für Kakteen und Weihnachtssterne.

Tipp: Nur Immergrüne Pflanzen wie Buchsbaum, Bambus oder Kirschlorbeer haben keine Angst vor dem Winter. Schützen Sie dabei nur die Pflanzkübel von unten vor Bodenkälte.

Foto 1: © Astrid Gast – Fotolia.com
Foto 2: © LianeM – Fotolia.com