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6. März 2017

Entwässerung auf dem Grundstück: Sickerschacht für Regenwasser bauen

Sickerschacht bb

Auf einem Grundstück fallen jährlich mehrere hundert bis tausend Liter Regenwasser an. Diese Wassermengen werden vorwiegend in Kanäle und Bäche eingeleitet. Es gibt eine Möglichkeit, das Regenwasser direkt am Entstehungsort versickern zu lassen – mit Hilfe von Sickerschächten. Wie man sie anlegt, erfahren Sie im Folgenden.

Sickerschacht – eine gute Lösung bei kleineren Grundstücken

Wenn Sie auf Ihrem Grundstück über sehr wenig Platz für die Entwässerung verfügen, lohnt es sich, einen Sickerschacht zu bauen. Sickerschächte werden nämlich punktförmig ausgegraben bis in die Bodenschichten, in denen das Wasser problemlos versickern kann.

Der grosse Vorteil von Sickerschächten besteht auch darin, dass Sie als Grundstückbesitzer kaum Nutzungsbeschränkungen beachten müssen. Wichtig ist dabei nur, den Abstand zu privaten Trinkwasserbrunnen von mindestens 10 m zu beachten sowie nur wenig verunreinigtes Dachwasser der Entwässerung zuzuführen.

Sickerschächte und ihr Nutzen

Leider werden immer mehr Flächen versiegelt und bebaut. Aus diesem Grund kann das Regenwasser nicht im Boden versickern, sondern es fliesst unkontrolliert ab. Das bewirkt, dass sich der Grundwasserspiegel immer mehr absenkt. Mit einer Sickergrube führen Sie das Regenwasser kontrolliert ab oder machen es für andere Zwecke brauchbar. Die Entwässerung über Schächte bringt einige Vorzüge mit sich. Durch die Regenwasserversickerung auf dem eigenen Grundstück sparen Sie sich Kosten für die Abwasser-Beseitigung und tragen auch zur effektiven Entlastung der öffentlichen Kanalisation bei.

Arten von Sickerschächten

sickerschacht bb2

Man unterscheidet zwei Arten von Sickerschächten:

  • Sickerschächte, bei denen die Versickerung über die Schachtsohle erfolgt
  • Sickerschächte, bei denen das Regenwasser über gelochte Seitenwände im Boden versickert.

Beim Anlegen eines Sickerschachts ist es wichtig, dass die Abstandsfläche zwischen der Schachtsohle und dem Grundwasser-Spiegel mindestens einen Meter beträgt. Jeder Kanton bzw. jede Gemeinde führt einen Versickerungskataster, in dem alle relevanten technischen Kenndaten über bestehende Versickerungsanlagen stehen. Aus diesem Grund brauchen Sie für den Bau einer Sickergrube eine Genehmigung vom zuständigen Bauamt.

Bodenverhältnisse vor dem Bau prüfen lassen

Die Bodenbeschaffenheit entscheidet darüber, wie gut und schnell das Wasser versickern kann. Dabei kommt es vor allem auf

  • Korngrösse
  • Humusgehalt
  • Lagerungsdichte

des Bodens an.

Gehen Sie auf Nummer Sicher und lassen Sie ein Bodengutachten durchführen. Die Ergebnisse zeigen, wie versickerungsfähig Ihr Untergrund ist.

Sickerschacht bauen

Um eine Sickergrube anzulegen, müssen Sie zuerst ein Loch ausheben. Danach füllen Sie die Grube mit etwa 20 cm Kies auf. Als nächstes heisst es, einen Anschluss für das Regenwasserrohr in die Sickergrube einzubauen. Danach kommt der Deckel drauf, welcher das Absinken der Erde verhindert. Sie können den Deckel noch zusätzlich mit einer Folie abdecken. Jetzt befüllen Sie den Schacht mit der ausgegrabenen Erde wieder und befestigen gut. Zum Schluss schliessen Sie das Ende des Fallrohres an den Sickerschacht an, damit das Niederschlagswasser in die Sickergrube problemlos läuft.

Tipp: Kontrollieren Sie Ihren Sickerschacht vor allem nach Starkregen auf seine Tüchtigkeit. Jegliche Ablagerungen oder Schmutz sollten Sie zeitnah entfernen.

Oesch & Co. KG – Ihr zuverlässiger Ansprechpartner in Sachen Entwässerung

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