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18. Mai 2016

Einen Steingarten planen und anlegen mit unseren Tipps

Steingarten

Ein Steingarten gehört heutzutage zu einem perfekten Garten wie selbstverständlich dazu. Er strukturiert das Relief der Rasenfläche, begrünt Böschungen charmant und verströmt alpinen Charme. Doch Steingärten sind mitnichten nur ein Steinhaufen mit ein paar Pflanzen dazwischen: Stattdessen fordert ihre Gestaltung sowohl gärtnerisches als auch gestalterisches Gespür. Als Garten- und Landschaftsbaubetrieb sehen wir jeden dieser Gärten als kleines Kunstwerk – und stecken viel Liebe und Know-how in die Planung und das Anlegen.

Mit Steingärten alpines Gelände imitieren

Der beste Standort für einen Steingarten ist eine freie Stelle in Südlage – je mehr Platz desto besser, denn so kann der Garten wirken. Platzieren Sie ihn in abschüssigem Gelände oder an steilen Hängen. So imitieren Sie das Bergpanorama perfekt. Verstecken Sie ihn ausserdem nicht! Sie möchten ja schliesslich, dass die Gartenkunst auch gesehen wird. Lieber verzichten Sie auf ein bisschen Sonne: Denn an einer schattigen Böschung lassen sich Steingärten auch anlegen, nur haben Sie dann nicht so viel Wahlmöglichkeiten bei den Pflanzen.

Sollte Ihr Garten zu eben sein, können Sie gut Kies aufschütten oder mit grossen Steinblöcken einen terrassenförmigen Steingarten schichten. Die Hohlräume füllen Sie mit groben Kieselsteinen, so dass nicht gleich der erste Regen das ganze Substrat wegschwemmt. Ausserdem müssen Sie dann nicht so viel Unkraut jäten.

Stein ist nicht gleich Stein

Am preiswertesten sind Bruchsteine aus Steinbrüchen; wer noch mehr sparen möchte, sammelt einfach Steine. Das ist nicht nur billig, sondern sorgt auch für eine schöne Optik. Denn was Sie so finden, ist oft mit Moos und Flechten überwachsen und weist natürliche Formen auf. Das macht den Garten besonders charmant! Beschränken Sie sich bei der Wahl der Steine auf eine Steinart, wirkt Ihr Steingarten harmonischer. Doch auch ein abwechslungsreicher Mix aus grossen Findlingen und kleinerem Geröll kann spannend sein.

Sie haben ein Händchen für’s Selbermachen? Dann gestalten Sie Ihren Steingarten mit Löffelsteinen, die Sie aus Beton giessen. Von der Art der Steine hängt später massgeblich die Auswahl der Pflanzen ab. Deshalb sollten Sie nicht einfach drauf los bauen – sondern sich um ein ausgeklügeltes Konzept bemühen und Steine und Pflanzen aufeinander abstimmen. Fragen Sie im Zweifelsfall den Gartenprofi!

Steingartenpflanzen sind genügsam

Die für den Steingarten geeigneten Pflanzen sind immer auf ein durchlässiges und mageres Substrat angewiesen. An den zarten Faserwurzeln erkennen Sie, dass sie daran gewöhnt sind, sich durch enge Spalten und Ritzen hindurchzuzwängen. Beachten Sie, dass die meisten Böden in Hausgärten eher zu nährstoffreich sind. Deshalb sollten Sie diese mit Sand, Schotter oder Splitt mischen. Sukkulenten wie Hauswurz oder Steinbrech kommen fast ohne Humus aus und wachsen am besten auf Kies. Die meisten Pflanzen für den Steingarten sind für karge Bedingungen geschaffen; Sie müssen sie kaum düngen.

Ein Steingarten lässt sich natürlich mit alpinen Pflanzen bepflanzen. Genauso gut eignen sich aber standortheimische Pflanzen. Diese ziehen Insekten wie Bienen und Schmetterlinge an und Sie zaubern ein wahres Eldorado für die Fauna. Denn auch die warmen Steine sind im Sommer Tümmelplatz für Eidechsen oder bieten Unterschlupf für Igel.

Die richtige Pflanzenauswahl treffen

Steingarten

Ob Bodendecker, Kräuter oder Sträucher: Achten Sie immer darauf, dass Nachbarpflanzen harmonieren, nicht um Licht konkurrieren oder sich anderweitig in die Quere kommen. Nehmen Sie Abstand von zu stark wachsenden Arten. Wie oben erwähnt überwuchern diese sehr schnell Ihre Steine. Beliebte Pflänzchen für sonnige Gärten sind

  • Glockenblumen (Campanula)
  • Primeln (Primula)
  • Gebirgsnelken (Dianthus)
  • Enzian (Gentiana).

Relativ pflegeleicht und zudem blühfreudig sind

  • Akelei (Aquilegia alpina oder pyrenaica)
  • Steinschmückel (Petrocallis pyrenaica)
  • Grasnelke (Armeria juniperifolia)
  • Pelzanemone (Pulsatilla vulgaris).

Im Schatten gedeihen vor allem

  • der braune Streifenfarn (Asplenium nidus oder trichomanes)
  • Straussenfarne (Matteuccia struthiopteris)
  • das Stachelnüsschen (Acaena anserinifolia)

zwischen dem Geröll gut.

Daneben kommen viele weitere Pflanzen wie

  • Polsterstauden: Blaukissen, Polsterphlox, Immergrüner Moossteinbrech oder auch Hornkraut
  • Halbsträucher und Zwergkoniferen: blauer Lavendel, Blauraute und das Kraut Thymian, Kapkörbchen, verschiedene Farne, Kirschlorbeer oder Berberitzen
  • Stauden und Blumen: weisse oder lilafarbene Duftsteinrich oder auch die Schleifenblume, Binsenlilie, Atlasblume und die Sommernelke
  • Alpine Pflanzen: dazu zählen Primeln, Enzian, Grasnelke, Bitter-, Haus– und Nelkenwurz sowie die Heidenelke


in Frage. Gerne beraten wir Sie bezüglich Pflanzenwahl, Gartengestaltung und Bepflanzung, legen Ihren Steingarten komplett an oder übernehmen die Gartenpflege. Kontaktieren Sie uns dafür jederzeit per E-Mail und fordern Sie unverbindliche Offerten an!

Foto 1: © Fotoschlick – Fotolia.com
Foto 2: © tsach – Fotolia.com