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23. Februar 2018

Ein kleiner Garten muss keineswegs langweilig sein

Kleiner Garten

Wenn Sie ein relativ kleines Grundstück haben, bedeutet das noch lange nicht, dass Ihr Gartenprojekt darunter leiden muss! Damit ein kleiner Garten jedoch funktional und optisch ansprechend ist, muss er sorgfältig durchdacht und bis ins kleinste Detail geplant werden. Jedes Gestaltungselement zählt – von der Wahl der Materialien über die Farbgestaltung bis hin zu Anordnung der Pflanzen. Unser Planungsmeister Roman Sommer verrät Ihnen, wie man dabei vorgeht. Lassen Sie sich inspirieren!

Grenzen zwischen Haus und Garten verwischen lassen

Haus und Garten sollten sich gegenseitig ergänzen. Am einfachsten ist es, wenn Sie eine Art „Durchgangszimmer“ schaffen, welches das Haus mit dem Garten verbindet. Auf der Terrasse können Sie jene Materialien aufgreifen, die im Wohnzimmer zu finden sind. Das können beispielsweise ähnliche Blumentöpfe oder ein ähnlicher Bodenbelag sein. Mit dieser Überlappung des Innenraums mit dem Aussenbereich erzeugen Sie ein einheitliches Gesamtbild, so dass die beschränkten Gartenflächen nicht als solche wirken.

Aufteilung in Zonen macht Sinn

Ein häufiger Fehler bei der Planung kleinformatiger Gärten: Viele Gartenbesitzer nehmen an, dass er zu klein ist, um ihn in verschiedene Zonen aufzuteilen. Ganz im Gegenteil! Selbst in einem kleinen Garten ist es möglich, separate, interessante Ecken zu bilden. Solch eine Garten-Oase ist nicht nur für den Betrachter viel attraktiver, sondern er erzeugt den Anschein, dass er grösser ist als in der Realität. Strukturelemente wie

  • Pflanzengruppen
  • eine schön gestaltete Pergola
  • eine Natursteinmauer
  • ein Hochbeet für Kräuter

helfen Ihnen, den Garten interessant zu arrangieren und Tiefe zu erzeugen.

Tipp: Auch ein kleiner Schwimmteich lässt sich realisieren. Dabei kommt es nur auf Ihre Prioritäten an – denn Pools bzw. ein Schwimmteich lassen der Gartenplanung nur noch wenig Raum für weitere Bereiche.

Höhenunterschiede sorgen für Abwechslung

Ein flacher Garten erscheint meist kleiner als die gleiche Fläche mit einem abwechslungsreichen Relief. Selbst eine kleine Höhendifferenzierung macht schon viel aus: Sie lässt Gärten gross und spannend erscheinen. Unser Abteilungsleiter für Gartenplanung, Herr Sommer, betont: „Eine gute Idee ist, die Flächen rund um den Rasen, die Terrasse oder sogar um den gesamten Gartenzaun leicht anzuheben. Auf diese Weise konzentriert man sich besser darauf, was im Garteninneren passiert.“

Alles umzäunen – muss nicht sein!

Ein komplett umzäunter Garten schliesst die Fläche optisch ab und beengt sie. Verzichten Sie deshalb auf eine Heckenbepflanzung bzw. einen Sichtschutz entlang des gesamten Zauns, da sie in erster Linie die Grundstücksgrenzen hervorhebt. Machen Sie lieber die Grenzen Ihres Gartens unsichtbar: Pflanzen Sie Ihre Lieblingspflanzen in unregelmässigen Abständen – so kaschieren Sie die Grenzen zum Nachbargrundstück. Wählen Sie dabei am besten Sorten, die sich z.B. durch ihre besondere Form, Farbe oder auffälligen Blattschmuck auszeichnen.

Verbindung mit der Umgebung schaffen

Sie „vergrössern“ Ihren kleinen Garten, indem Sie ihn geschickt in die Umgebung einfügen. Wenn Sie in Ihrer unmittelbaren Nähe interessante Ausblicke haben, können Sie sich diese für Ihre Zwecke „ausleihen“. Öffnen Sie z.B. in Ihrer Gartenmauer ein „Fenster“, welches den Blick auf eine attraktive Landschaft ausserhalb Ihres Gartens sichtbar macht!

Freiraum durch clevere Lösungen sparen

Um die zur Verfügung stehende Gartenfläche maximal und vernünftig zu nutzen, kombinieren Sie verschiedene Gartenelemente miteinander. Ein paar Beispiele:

  • Am Ende eines Hochbeets lässt sich eine Gartenbank bauen.
  • Verzichten Sie auf das herkömmliche Gartenhaus und verstauen Sie Ihr Gartenwerkzeug stattdessen in Sitzkisten auf der Terrasse.
  • Eine Sitzgelegenheit mit Pflanzengefässen hat einen besonderen Charme und spart viel Platz!

Bepflanzung: Weniger ist mehr!

Wählen Sie Ihre Pflanzen aufgrund der begrenzten Platzverhältnisse sorgfältig aus! Zu viele verschiedene Pflanzenarten verursachen den Eindruck der „Unordnung“ bzw. Überlastung. Sorgen Sie dafür, dass die Pflanzkompositionen Transparenz, Harmonie, Originalität und Qualität vermitteln.  Damit Ihr Garten das ganze Jahr über attraktiv bleibt, setzen Sie am besten auf Immergrüne – sonst wirkt Ihr kleiner Garten im Winter trist und öde!

Extra-Tipp: Vermeiden Sie grosswüchsige Sträucher und Bäume, weil sie blitzschnell wachsen, den Garten beschatten und das Gartenbild mit ihrer Grösse erdrücken.

Haben wir Ihre Fantasie geweckt und Sie wollen Ihren kleinen Garten neu gestalten? In allen Belangen rund um Gartenplanung und Gartenpflege im Kanton Zürich und in Umgebung sind wir Ihr zuverlässiger Ansprechpartner. Schreiben Sie uns einfach eine Nachricht!