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3. April 2017

Blumenwiese als wertvollen Biotop anlegen

Falko Werner Galabau

Blumenwiesen sind in den letzten Jahren sehr modern geworden: Naturnahe, artenreiche Landschaften bieten einen zusätzlichen Lebensraum für viele Insekten und Kleintiere sowie erhöhen auf diese Weise die Landschaftsqualität. Blumenwiesen sind auch eine gute Alternative zum Zierrasen und verlangen im Vergleich zu Rasenflächen weniger Pflege. Damit Ihre Blumen-Landschaften langfristig Ihr Auge erfreuen, beachten Sie unsere Hinweise zum Anlegen und zur Pflege von Blumenwiesen.

Standort für Blumenwiesen wählen

Die erfolgreiche Anlage einer Blumenwiese (Naturwiese) hängt natürlich von den jeweiligen Standortbedingungen ab. An der Stelle ist es auch wichtig, ob Sie eine schon genutzte Fläche in ein Blütenmeer verwandeln oder sich einen ganz neuen Platz für die Wiese ausgesucht haben. Grundsätzlich gilt: Blumenwiesen gedeihen immer gut an gut besonnten, trockenen Standorten mit durchlässigem Boden. Am besten sind Flächen, welche seit Jahren nicht gedüngt oder mit Kompost behandelt worden sind.

Tipp: Wollen Sie einen schon vorhandenen Rasen in eine Blumenwiese umgestalten, müssen Sie in der Regel den Rasen zuerst entfernen und die Blumenwiese auf einem ganz unbelasteten Boden neu aussäen.

Hochwertiges Saatgut macht es aus

Das Saatgut entscheidet darüber, ob Blumenwiesen gesund wachsen. Für die Neuanlage von Naturwiesen eignet sich eine Mischung aus heimischen Wiesenblumen, sog. Wildpflanzensaatgut. Dieses erhalten Sie in guten, regionalen Gärtnereien. Diese Saatmischungen enthalten statt einjähriger Ackerwildkräuter wie Kornblumen oder Mohn vor allem verschiedene einheimische Pflanzenarten, die länger als ein Jahr blühen.

Tipp: Auch wenn es aufwändiger ist, können Sie sich Ihre Saat selber zusammensetzen! An Wegrändern können Sie diese ernten und so für eine regionaltypische Bepflanzung Ihrer Wiese sorgen.

Blumenwiesen anlegen

Bestehende Pflanzen oder Rasenflächen beseitigen

Bevor Sie mit der Aussaat loslegen, entfernen Sie vorhandene Blumen, Pflanze und Rasengräser komplett. Der beste Zeitpunkt dafür ist zwischen März und Mai. Die Fläche sollte danach frei von Unkraut und jeglichen Wurzeln sein, damit Sie den neu angesäten Pflanzen keine Konkurrenz machen. Stechen Sie den Bewuchs inkl. Wurzeln ab und lockern die Fläche ca. 5 cm tief auf.

Tipp: Nach rund 3-4 Wochen machen sich einjährige Beikräuter sichtbar. Jäten Sie diese und lockern Sie den Boden nochmal auf. Nach etwa einem Tag Ruhepause können Sie mit der Ansaat der Blumenwiese starten.

Blumenwiesen aussäen

Säen Sie die Blumenwiese zwischen April und Juni aus und verwenden Sie dafür die richtige Saatgut-Menge: Halten Sie sich möglichst genau an die Angaben auf der Verpackung und wägen Sie das Saatgut richtig ab. Bringen Sie es immer gleichmäßig aus. Damit das leichter geht, können Sie die Samen mit feinem Sand vermischen. Verteilen Sie das Saatgut zuerst in Längs- und danach in Querrichtung. Als letztes müssen Sie das Ganze mit einer Schaufel gut anklopfen, damit die Samen keimen können. Der Keimprozess dauert in der Regel zwischen 4-8 Wochen.

Blumenwiesen im Aussaatjahr pflegen

Sobald die eingesäte Fläche mehr als 20 cm hoch ist, können Sie diese auf ca. 10 cm mähen. Bei Bedarf wiederholen Sie diese Schnitt-Massnahmen nochmal. Auf das Jäten von unerwünschten Gräsern und Kräutern sollten Sie im Ansaatjahr unbedingt verzichten. Es ist nämlich sehr schwer, gewünschte und ungebetene Pflanzenarten im Frühstadium voneinander zu unterscheiden. Auch das Giessen fällt im ersten Jahr aus, weil dieses in erster Linie Unkräuter zum Wachsen anregt.

Wir haben schon mehrere Blumenwiesen angelegt und wissen ganz genau, worauf es dabei ankommt. Gerne unterstützen wir Sie auch betreffs Samen-Wahl, der Anlage oder der weiteren Pflege Ihrer Blumenwiese. Kontaktieren Sie uns dafür jederzeit per E-Mail und fordern Sie Ihre unverbindliche Offerte an!